Unternehmen

Bei uns hat Innovation Tradition

1926 befindet sich Deutschland in der Rezession: das Geld ist knapp und wer Arbeit hat,
kann von Glück sagen. Mit viel Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und einer Bandsäge
nebst Kleinwerkzeugen (für mehr reichen die spärlichen Eigenmittel nicht) gründet Gott-
lob Nagel im Haus seiner Eltern einen Kleinbetrieb. In den folgenden Jahren arbeitet er
hart, spart eisern und baut schließlich 1937 in der Wettgasse ein Werkstattgebäude mit
Wohnung.

Aber die Freude am Erreichten dauert nicht lange an. Zwei Jahre später - der Zweite Welt-
krieg fordert seinen Tribut - wird Gottlob zum Militärdienst eingezogen. Er gerät in franzö-
sische Gefangenschaft und es ist fraglich ob und wann er in seinen Betrieb zurückkehren
darf. 1946 kehrt er nach Schönaich zurück, aber die Freude hält sich in Grenzen:
wieder liegt die deutsche Wirtschaft am Boden, die Zukunftsaussichten sind düster.
Erst mit der Währungsreform im Jahre 1948 kommt wieder Hoffnung auf.

In den folgenden Jahren, die später als "Wirtschaftswunder" in die Geschichtsbücher ein-
gehen, erlebt Deutschland einen beachtlichen wirtschaftlichen Aufschwung. Die Kriegs-
schäden müssen behoben werden, die Bautätigkeit steigt stark an und infolgedessen
auch die Nachfrage nach Klapp- und Rollläden.

In dieser Zeit kommt die "Verstärkung" durch Gottlobs erwachsene Söhne Kurt, Gerhard
und Adolf gerade rechtzeitig. Alle drei erlernen ein Handwerk und steigen in den Betrieb
mit ein, der 1957 in die neue Halle in der Zeppelinstraße umzieht.

Der "Rollladen Nagel" ist in der Region zu einem Begriff für Qualität geworden. 1969 geht
der Betrieb offiziell auf Kurt, Gerhard und Adolf Nagel über. Mitte der 80er-Jahre wird das
Sortiment durch die Zusammenarbeit mit der Firma weru um Fenster und Haustüren
erweitert.

Drei Jahrzehnte lang führen Kurt, Gerhard und Adolf Nagel den Betrieb, während die nä-
chste Generation mit Mondlandung, Ölkrise, Mauerfall und Internet groß wird.
Wieder sind es zwei Söhne, die die Geschicke des Unternehmens in die Hand nehmen:
Dieter und Matthias Nagel.

Während Dieter sich für eine Lehre im Handwerk entschließt und 1991 in den eigenen
Betrieb zurückkehrt, wo er später den Meister macht, absolviert Matthias nach einer Aus-
bildung zum Industrie-Mechaniker den Betriebswirt des Handwerks. Auf diese Weise be-
stens in handwerklicher und betriebswirtschaftlicher Hinsicht auf die Herausforderungen
unserer Zeit eingestellt, übernehmen die zwei Brüder 1998 den Betrieb.
Unterstützt werden sie durch ihre Vettern Harald Wacker (Außendienst) und Henry Nagel
(Fenstermontage).